Kakadus machen’s mit links

Mai 25th, 2011 by admin

Wenn Papageien mit einem Fuß etwas greifen - zum Bespiel Früchte oder Nüsse, die sie fressen wollen - dann nutzen manche Arten immer die linke Seite. Dass sich nicht nur beim Menschen Links- und Rechtshänder finden, sondern auch Tiere oft eine Seite bevorzugen ist bereits bekannt. So berichteten Biologen etwa, dass man an halswirbel von pferden oft ablesen können, welche Seite sie stärker schätzen. Und neukaledonische Krähen, bekannt für ihren Werkzeuggebrauch, wurden  als Rechtsschnäbler enttarnt . Culum Brown und Maria Magat von der Macquarie University in Sydney haben nun das Verhalten von Papageien genauer studiert.

 

Wie die australischen Forscher Im Fachmagazin Biology Letters  der Royal Society berichten, untersuchten sie 320 Papageien, die 16 verschiedenen Arten angehörten. Sie wollten dabei ergründen, ob die Tiere auch ein Auge bevorzugen - und dann den entsprechenden Fuß wählen, wenn sie ein anvisiertes Objekt greifen. Und genau das scheint der Fall zu sein.Insgesamt waren rund 47 Prozent der untersuchten Vögel Linksfüßer, 33 Prozent bevorzugten rechts, der Rest präferierte keine Seite - so wie es auch menschliche Beidhänder gibt. Allerdings gab es zwischen den Arten durchaus Unterschiede. “Jeder Gelbhaubenkakadu, den wir untersucht haben, bevorzugte den linken Fuß”, erzählt Culum Brown. “Aber wenn man junge Gelbhaubenkakadus beobachtet, die gerade erst flügge werden, sieht man ständig sie mit beiden Füßen experimentieren. Irgendwann entscheiden sie sich dann für den linken.”

Das Phänomen der Links- und Rechtshändigkeit beim Menschen ist damit verknüpft, dass die Gehirnhälften unterschiedliche Funktionen ausüben - Forscher sprechen von der Lateralisation des Hirns. Bei den Vögeln scheint dies gleichermaßen der Fall zu sein.

Egal ob mit links oder rechts gearbeitet wird, die Spezialisierung auf eine Seite scheint einen Vorteil mit sich zu bringen, meinen die Forscher. Brown vergleicht die Aufgabenteilung im Gehirn, die dazu führt, mit einem Computer, der über zwei Prozessoren verfügt: Auch der könne mehrere Aufgaben gleichzeitig bearbeiten und sei dadurch effizienter.


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Weißes Kiwi-Küken…….

Mai 25th, 2011 by admin

verzückt Neuseeland

Das passiert äußerst selten: In Neuseeland ist ein weißes Kiwi-Küken geschlüpft, vermutlich das erste in Gefangenschaft. Jetzt sorgt das flauschige Knäuel bei Ornithologen für Begeisterung - und es trägt einen großen Namen.

Wellington - Das Kiwi-Junge wurde in der Maori-Sprache der Ureinwohner “Manukura” getauft - auf Deutsch etwa: von der Statur eines Häuptlings. Das berichtete das staatliche Brutprogramm am Pukaha-Mount-Bruce-Zentrum rund 130 Kilometer nördlich der neuseeländischen Hauptstadt Wellington am Dienstag.

 

Manukura ist am 1. Mai geschlüpft. Der Vogel sei kein Albino, so das Zentrum. Weiße  Vögel  kämen in der Natur vor, seien aber äußerst selten. “So weit wir wissen, ist es das erste weiße Küken, das in Gefangenschaft geschlüpft ist”, sagte Bob Francis, Vorsitzender des Aufsichtsrats des Brutzentrums.Die Ornithologen feiern mit dem Küken die bislang erfolgreichste Brutsaison. Insgesamt kamen in dieser Saison in dem Zentrum bereits 14 Küken auf die Welt. In den fünf Jahren davor waren es insgesamt nur zehn. Die Forscher versuchen seit 2003, das Ãœberleben der vom Aussterben bedrohten Kiwi-Arten zu sichern. Dafür bringen sie Kiwi-Eier aus der Wildnis in das Zentrum, brüten sie aus und päppeln die Küken auf, bis sie stark genug sind, um sich in freier Wildbahn vor Angreifern zu schützen.

Die Kiwis werden wieder ausgesetzt, wenn sie etwa ein Kilogramm schwer sind. Das dauert in der Regel vier bis sechs Monate. Auch Manukura, derzeit etwa 250 Gramm schwer, soll wieder in die Freiheit entlassen werden. “Ein weißer Kiwi fällt natürlich auf und ist deshalb angreifbarer”, sagte Chris Lester, beim Umweltamt zuständig für das Zentrum.

Kiwis können nicht fliegen. Sie sind Nachttiere und leben in Höhlen am Boden. Die größte Art erreicht eine Körpergröße von ungefähr 45 Zentimetern. Das Umweltamt schätzt ihre Zahl auf gut 70.000 Tiere. Vor Ankunft der weißen Siedler gab es in Neuseeland  außer Fledermäusen keine Säugetiere, Kiwis hatten keine natürlichen Feinde. Heute bedrohen vor allem Hermeline und Hunde ihr Überleben.


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Australischer Angler……

Mai 2nd, 2011 by admin

befreit sich aus Krokodilmaul

Ein Angler in Australien hat seinen Arm aus dem Maul eines Krokodils befreit, indem er dem Reptil in die Augen stach. Das Krokodil habe sich am Wochenende in den Arm des Mannes verbissen, als dieser südöstlich von Darwin einen Angelausflug auf dem Fluss Adelaide gemacht habe, berichteten australische Medien. Sein Freund, der ihn bei der Tour begleitet habe, habe zu diesem Zeitpunkt geschlafen.

Durch den Angriff wurde der Angler schwer an der Hand verletzt, er sei operiert worden und erhole sich derzeit im Krankenhaus. In Australien werden jährlich im Schnitt zwei Menschen von Salzwasserkrokodilen getötet, die bis zu sieben Meter lang und mehr als eine Tonne schwer werden können.

Parkwächter berichteten derweil, dass in dem gleichen Gebiet der Kadaver eines Krokodils im Wasser getrieben sei, dem Kopf und Schwanz abgeschnitten worden seien. Der Kopf des Reptils sei als Trophäe genommen worden und der Schwanz wegen des Fleisches, sagten die Ranger dem Radiosender ABC.


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