Schweres Erdbeben……

Februar 22nd, 2011 by admin

Bei einem schweren Erdbeben in der zweitgrößten neuseeländischen Stadt Christchurch sind mindestens 65 Menschen ums Leben gekommen. Die Opferzahl könnte noch steigen, hieß es am Dienstag. Der Bürgermeister der Stadt auf der Südinsel korrigierte die Zahl der vermutlich Verschütteten auf etwa 100 von zuvor bis zu 200 Personen nach unten. Es war das zweite Beben in Christchurch innerhalb von fünf Monaten und wohl die folgenschwerste Naturkatastrophe des Landes seit 80 Jahren. “Wir sind wahrscheinlich Zeuge von Neuseelands schwärzestem Tag geworden”, sagte Ministerpräsident John Key, der Christchurch seine Heimatstadt nennt und dort auch noch Familie hat.

Rettungskräfte arbeiteten in der Nacht im strömenden Regen, um die Verschütteten zu befreien. Dabei konzentrierten sie sich vor allem auf zwei zusammengebrochene Häuser: ein Bürogebäude für Finanzdienstleister, dessen Etagen nach dem Einsturz wie Pfannkuchen aufeinander geschichtet sind, und ein TV-Gebäude, in dem auch eine Sprachschule untergebracht war. Aus den Trümmern konnten die Rettungskräfte Hilferufe von Überlebenden hören. Nach lokalen Medienberichten können noch mehr als ein Dutzend unter den Bruchstücken begraben sein.

“Ich dachte, der beste Platz ist unter dem Schreibtisch, aber die Decke ist zusammengebrochen”, sagte die Büroangestellte Anne Voss gut sechs Stunden nach dem Beben im Fernsehen. “Ich kann mich nicht bewegen und habe große Angst.” Hubschrauber schütteten Wasser auf ein brennendes hohes Bürogebäude. Da Christchurch auf Sand, Kies und Lehm gebaut ist, unter dem der Grundwasserspiegel liegt, hat das Erdebeben die Straßen mit Schlamm überflutet. TV-Berichte zeigten Straßenteile, die sich in einem milchigen, sandfarbenen Strom unter der Oberfläche auflösen.

Angesichts der Schäden verglich Bürgermeister Bob Parker die Stadt mit einem Kriegsgebiet. “Ich war auf dem Platz vor der Kathedrale und die Fassade fiel einfach um”, erzählte der Kamera-Techniker John Gurr. Die Menschen hätten versucht zu fliehen, auch in der Kirche seien Gläubige und Touristen gewesen.

Offiziellen Angaben zufolge ist der komplette ärztliche Stab des Militärs im Einsatz. Die Behörden versetzten die Krankenhäuser des ganzen Landes in Alarmbereitschaft, um Verletzte aufzunehmen. Einige Schwerverletzte konnten in andere Städte gebracht werden, sagte der Chef der Gesundheitsverwaltung von Canterbury, David Meates. Auch einige Hundert Soldaten halfen bei der Suche und der Rettung von Verschütteten. Mit Einbruch der Nacht wurden Notunterkünfte in Schulen und auf einer Pferderennbahn aufgebaut. Hinweise auf Deutsche unter den Opfern gab es nach Angaben eines Sprechers des Auswärtigen Amts in Berlin nicht.

Das Beben der Stärke 6,3 ereignete sich zur Mittagszeit in Neuseeland. Anders als beim Erdbeben im vergangenen September, das mit 7,1 zwar stärker war, aber sich in den frühen Morgenstunden ereignete, waren zu diesem Zeitpunkt viele Menschen auf den Straßen und in den Geschäften unterwegs oder arbeiteten in ihren Büros. Christchurch hat rund 400.000 Einwohner und bei ausländischen Sprachschülern beliebt. Das Zentrum des Erdstoßes lag rund zehn Kilometer südwestlich der Stadt. Das Beben im September hatte zwar auch große Schäden angerichtet, Menschen wurden damals jedoch nur leicht verletzt. Seither hat es Tausende kleinere Nachbeben in der Region gegeben.

Die Infrastruktur leide noch unter den Schäden des früheren Erdbebens und sei deshalb besonders anfällig bei weiteren Erdstößen, sagte James Goff von der australischen Universität New South Wales. Neuseeland liegt zwischen der pazifischen und der indo-australischen Kontinentalplatte. Dort werden jährlich gut 14.000 Erdbeben registriert.

© Reuters


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Monster Wirbelsturm “Yasi”…….

Februar 2nd, 2011 by admin

 trifft auf Queensland höchste Alarmstufe5

Der nordostaustralische Bundesstaat Queensland kommt nicht zur Ruhe: Nach den katastrophalen Ãœberschwemmungen warnen die Meteorologen nun vor einem verheerenden Wirbelsturm. Zyklon “Yasi” dürfte in der Nacht zum Donnerstag (Mittwoch 16.00 Uhr MEZ) auf die Küste treffen, die von den jüngsten Fluten am schwersten betroffenen Gebiete aber verschonen. Erste Urlauber und Bewohner entlang der Küste wurden bereits in Sicherheit gebracht. Nach Einschätzung der Meteorologen dürfte Yasi mit Windgeschwindigkeiten von 250 Stundenkilometern und begleitet von heftigem Regen sowie einer 2,50 Meter hohen Flutwelle zwischen Cairns und Innisfail auf die bei Tauchern beliebte Küste treffen und dann in Richtung Norden weiterziehen.

Vorsorglich ordneten die Behörden die Evakuierung der gefährdetsten Gebiete an, rund 9000 Einwohner von Cairns und seiner Umgebung sollten ihre Häuser verlassen. Mehr als 250 Patienten der beiden Krankenhäuser der 122.000 Einwohner zählenden Stadt sollten mit einer Militärmaschine ausgeflogen werden. Fluggesellschaften stockten ihre Flüge auf, um vor der Schließung der Flughäfen Einwohner und Urlauber aus den bedrohten Küstenregionen auszufliegen. Tierschutzorganisationen sorgten dafür, dass auch Hunde und Katzen in Sicherheit gebracht wurden.

“Dieser Sturm ist gigantisch und lebensbedrohlich, wir sollten ihn ernst nehmen”, mahnte die Regierungschefin von Queensland, Anna Bligh. “Viele von uns haben das Gefühl, dass Queensland bereits mehr als genug Katastrophen und Stürme ertragen musste”, sagte Bligh unter Anspielung auf die verheerenden Ãœberschwemmungen der vergangenen Wochen weiter. Doch sei sie überzeugt, dass die Menschen auch der nächsten “Herausforderung” gewachsen sein würden.

Die Meteorologen rechnen damit, dass der Wirbelsturm auf eine Stärke von vier der fünfstufigen Skala ansteigen wird. Er dürfte demnach weiter in Richtung Norden ziehen und damit die am schwersten von den jüngsten Überschwemmungen betroffenen Gebiete im Süden des Bundesstaats aussparen.

Siehe hierzu

http://www.youtube.com/watch?v=zZ7F8i_haok

 


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