30 Tote durch Hitzewelle in Australien

Februar 7th, 2009 by admin

Nach einer tagelangen Hitzewelle sind die Temperaturen im Süden Australiens erstmals wieder gesunken. Buschbrände, die über 6500 Hektar Land und dutzende Häuser im Bundesstaat Victoria zerstörten, sind nach Behördenangaben weitgehend unter Kontrolle. Am Freitag und Samstag waren insgesamt mindestens 30 Menschen wegen der extremen Temperaturen von bis zu 45,7 Grad Celsius gestorben.

Niedrigere Temperaturen um 30 Grad Celsius und leichter Regen halfen den Feuerwehrleuten in Gippsland im Süden Victorias beim Löschen der Brände. Dennoch könnten starke Winde sie jederzeit wieder neu entfachen, sagte ein Feuerwehrvertreter im australischen Fernsehen. Insgesamt brannten nach Behördenangaben 28 Häuser sowie eine Baumschule in der Region seit Freitag ab. In Melbourne waren waren am Freitag mehr als 500.000 Häuser und Unternehmen zeitweise ohne Strom, nachdem ein Umspannwerk bei der Hitze explodiert war. Auch Zugverbindungen fielen aus.

Die schlimmste Hitzewelle seit einem Jahrhundert war im Süden Australiens für mindestens 30 Menschen tödlich. Allein in Adelaide, der Hauptstadt des Bundesstaates South Australia, starben bis Sonntag 28 Menschen, wie das dortige Gesundheitsministerium mitteilte. Die Mehrzahl von ihnen war über 70 Jahre alt.

Die Behörden forderten die Einwohner deshalb auf, auf ältere Menschen besonders acht zu geben. “Wir wissen, dass ältere Menschen mehr unter Hitze leiden, insbesondere die, die schon chronische Krankheiten am Herzen oder der Niere haben”, sagte ein Vertreter der Gesundheitsbehörde in South Australia. Zusätzliche Rettungsteams waren im Einsatz, um allen Bedürftigen zu helfen. Regierungschef Kevin Rudd sprach angesichts der Hitze von einer “hässlichen Zeit”. Der südliche Teil Australiens sei derzeit wie ein Pulverfass.


Posted in Aus aller Welt, Australien || No Comments

Waldbrände und Überschwemmungen plagen Australien

Februar 7th, 2009 by admin

Hitze, Waldbrände, Überschwemmungen  - Australien  erlebt derzeit einen Katastrophensommer. Die seit Tagen andauernde Hitze dürfte sich zum Wochenende im Süden des Landes noch einmal verstärken und die Gefahr von Bränden extrem erhöhen, wie die Behörden mitteilten. Der Nordosten Australiens leidet nach heftigen Regenfällen unter schweren Überschwemmungen. Auf einer Fläche von einer Million Quadratkilometern sind Häuser und Felder überschwemmt.

Südaustralien müsse für Samstag mit einer Brandgefahr rechnen, wie es sie seit Jahren nicht gegeben habe, sagte ein Feuerwehrsprecher. Laut einem Sprecher der Umweltbehörde des Bundestaates Victoria drohten die schwersten Brände seit Aschermittwoch 1983, als 75 Menschen in Südostaustralien starben und große Landstriche den Flammen zum Opfer fielen.

In der Metropole Sydney wird für Sonntag mit einem Temperaturanstieg auf 44 Grad Celsius gerechnet, im Inland könnte das Thermometer laut Vorhersagen 46 Grad anzeigen. In der Region Gippsland in Victoria stehen 120 Hektar Land in Flammen und bedrohten Eigenheime. Im benachbarten Bundesstaat New South Wales lodern 40 verschiedene Brände. 70.000 freiwillige Feuerwehrleute halten sich für das Wochenende bereit.

In der vergangenen Woche hatten Buschbrände bereits 30 Häuser in Victoria zerstört. Die Polizei fahndet nach mutmaßlichen Brandstiftern. Nach Angaben des australischen Instituts für Kriminologie geht die Hälfte der Waldbrände im Land auf Brandstiftung zurück.

Im Nordosten Australienssteht mindestens ein Fünftel der Zuckerrohrfelder unter Wasser. Die Bauern der Region rechneten mit erheblichen Einnahmeeinbußen.

Die Armee bereitete den Abwurf von Lebensmitteln vor, weil einige Orte seit Tagen von der Außenwelt abgeschnitten sind. Einige Städte am Golf von Carpentaria könnten nach Einschätzung der Behörden noch wochenlang isoliert bleiben. Die Wetterbehörde rechnet für die kommenden Wochen mit weiteren Regengüssen. Experten machen den Klimawandel für die Wetterextreme in Australien verantwortlich.


Posted in Aus aller Welt, Australien || No Comments