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Der Ayers Rock, auch Uluru genannt , ist ein Heiligtum der Aboriginies.
Hinter Yulara, der extra gebauten Siedlung für die Touristen, taucht
er wie aus dem Nichts plötzlich auf und ist ab da allgegenwärtig.
Am Eingang zum Kata-Tjuta-Uluru-Nationalpark kauft man ein 3-Tages-Ticket
und kann sich dann in diesem Gebiet aufhalten. Eine Stunde nach Sonnenuntergang
wir der Nationalpark geschlossen .Yulara bietet die einzigen Übernachtungsmöglichkeiten
in Form von wirklich exclusiven Hotels, kleinen Apartments und aber auch
einen Campground. Wildes Campen ist streng verboten!
Man sollte stets bedenken das alles was sich dort befindet extra weite
Strecken mit Roadtrains transportiert werden muss und sollte daher Verständnis
für die erhöhten Preise aufbringen und auch daran denken sparsam
mit dem Wasser umzugehen. Leider werden besonders hier auch die negativen
Seiten des Tourismus besonders deutlich. In Buskolonnen werden Besucher
zum Ayers Rock gekarrt; haben Zeit für ein Foto mit dem berühmten
Wahrzeichen und setzen danach sofort zum run auf die Buffets in den Hotels
an. Besonders abstoßend empfanden wir Touristen , die sich ein Essen
an einer fein gedeckten Tafel vor dem Monolithen servieren lassen oder
sogar ein Buffet aufgebaut bekommen. Solche Auswüchse wären
Z. B. im Kölner Dom undenkbar. Warum dann hier ?
Der Uluru ist ein Heiligtum der Aboriginies, deshalb sollte es selbstverständlich
sein, nicht darauf herumzusteigen. Die Aboriginies bitten
jeden darum dies nicht zu tun; sie bitten, aber verbieten es nicht! Bevor
man diesen imposanten Monolithen besucht, ist es wichtig sich mit den
Traditionen und Gesetzen der Aboriginies vertraut zu machen.
Eine ausgezeichnete Möglichkeit hier zu bietet sich im Kulturzentrum
der Aboriginies , wo man sich wirklich auch Zeit nehmen sollte , sich
mit der Kultur auseinander zu setzen.
Die Aboriginies bitten darum ihr Heiligtum zu respektieren und ihre Glaubensgesetze
zu achten. Sie fühlen sich für die Besucher in ihrem Land verantwortlich
und trauern tief wenn sich jemand verletzt oder gar stirbt. Es heißt
der Uluru will nicht berührt werden. Im Kulturzentrum sind viele
Briefe von Menschen, die Steine mit nachhause genommen haben und nun glauben,
diese hätten ihnen Unglück gebracht . So werden jährlich
kiloweise Bruchstücke des Uluru zurückgeschickt und gebeten
diese wieder an Ort und Stelle zurückzulegen.
Man sollte in Ruhe über die " Tjukurpa", die Aboriginiegesetze
nachdenken und kommt dann hoffentlich für sich selbst zu dem Entschluss
den Ayers Rock nicht zu besteigen, nichts davon zu entfernen und
insbesondere keine geweihten Stellen zu fotografieren!
Leider klettern täglich Hunderte von Touristen hinauf, ohne einschätzen
zu können in welche Gefahr sie sich begeben .Sie unterschätzen
die Steilheit des Berges , die Hitze und die Windböen auf dem Plateau.
Es musste extra ein Krankenhaus mit Hubschraubernotdienst gebaut werden,
um in Not geratene Touristen zu retten. Trotzdem sind schon viele gestorben.
Erfreulicherweise sprechen sich langsam immer mehr gegen die Besteigung
aus; dazu gehören auch namhafte Reiseveranstalter und Reporter.
Die Aboriginies haben lange darum gekämpft ihren Uluru von der Australischen
Regierung zurückzubekommen. Dies gelang erst durch den Druck der
gesamten Weltöffentlichkeit unter der Auflage das der Ayers Rock
noch weitere 99 Jahre von den Australiern genutzt werden darf.
Man empfindet eine gewisse , fast magische Anziehungskraft zu diesem Monolithen,
sodass man kaum die Augen abwenden kann und jedes Stück in seinem
Gedächtnis einmeiseln möchte. Ein Höhepunkt ist es, diesen
faszinierenden Berg beim Sonnenuntergang vom Sunsetpoint aus zu beobachten.
Fast sekündlich wechseln je nach Sonnenstand die Rottöne und
man verfällt in absolute Ehrfurcht vor diesem Naturschauspiel. Dann
bei Dunkelheit sollte man den Sternenhimmel genießen.( Zentralaustralien
ist wegen seiner geringen Luftfeuchtigkeit und der dadurch resultierenden
klaren Nächte ein toller Platz für Hobbyastronomen)
Der Sonnenaufgang, vom Sunrisepoint beobachtet, zeigt wieder zigfache
Licht- und
Farbspiele die aufgrund der Eisenoxydverbindungen entstehen .Sofort mit
dem Tageslicht
sind auch die Outbackfliegen wieder da, die jeden Besucher schier zum
Wahnsinn treiben.(Tip: Schutznetz; sieht zwar komisch aus, hilft aber)
Sollte es einmal regnen, was eher selten ist, kann man den Berg in fast
lila erleben und Wasserkaskaden sehen, die an seinen Seiten herunterstürzen.
Jeder wird den Besuch am Ayers Rock wohl anders empfinden, doch was bleibt
ist ein grenzenloser Respekt vor der Natur und das Gefühl wieder
zurückkehren zu wollen.
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